Urner Lernendenpreise 2026 - zum Zweiten
Am Samstag, 22. August haben 189 Absolventinnen und Absolventen von auswärtigen Berufsfachschulen im Uristier-Saal in Altdorf ihren Lehrabschluss gefeiert. Sie durften an zwei Feiern ihre eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse (EFZ) oder Berufsatteste (EBA) entgegennehmen. Wirtschaft Uri gratuliert herzlich zu dieser grossartigen Leistung!
Die Vorsteherin des Amts für Berufsbildung, Yvonne Slongo, gratulierte dem Abschlussjahrgang zu einem herausragenden Ergebnis: 97,8 Prozent der Lernenden haben ihre Ausbildung bestanden. Zudem erreichte der Jahrgang mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 5,0 über alle Berufe einen Spitzenwert. Yvonne Slongo dankte den Lehrbetrieben, den Berufsfachschulen, den Eltern und Ausbildungspersonen für ihre Bereitschaft sowie ihr Engagement und verkündete feierlich zusammen: «Uri ist erneut Schweizermeister bei den Lehrstellenquoten. In keinem anderen Kanton ist die Anzahl Lehrstellen, gemessen an allen Arbeitsstellen, so gross wie in Uri.»
Abwechslungsreicher Rückblick auf sonnige Lehrjahre
Der Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, Georg Simmen, stellte seine Rede unter das Thema «Sommer». Er sagte: «Der Sommer 2026 hat es gut gemeint mit uns. Vielleicht fast etwas zu gut. Heiss war er jedenfalls». Ende August werde nun spürbar, dass die Morgen kühler und die Tage kürzer werden. «Dieser Sommer geht seinem Ende entgegen. Denn auch etwas ist nun vorbei: eure Lehre.» Drei oder vier Jahre lang seien die Abläufe klar gewesen: Vom Lehrbetrieb über die Schule, zu den überbetrieblichen Kursen bis hin zu den Prüfungen. Zusätzlich kam der Weg über die Kantonsgrenze für jene hinzu, die ihre Berufsfachschule ausserhalb des Kantons besuchten.
Passend zu seiner Sommerrede sprach Georg Simmen mit den vier Absolventinnen und Absolventen Ramon Gnos (Gärtner), Claudia Suter (Nachholbildung Fachfrau Gesundheit), Jan Portmann (Nachholbildung Detailhandelsfachmann) und Valerie Kinaszczuk (Fachfrau Information und Dokumentation). Sie wurden von Georg Simmen über ihre Erfahrungen befragt, die Sonnenseite der Lehre und wann sie ins Schwitzen gekommen seien. Als Sonnenseite ihrer Ausbildung nannten die vier insbesondere den direkten Kontakt mit Menschen und die Freude, die ihre Arbeit anderen bereitet. Im Detailhandel sei es etwa motivierend, wenn Kundinnen und Kunden zufrieden das Geschäft verlassen. In der Pflege hingegen stehe das Wohl der betreuten Menschen im Mittelpunkt. Auch die interessante und abwechslungsreiche Arbeit im Gartenbau und im Archiv wurde als besonders positiv hervorgehoben.
Herausforderungen mit Ausdauer gemeistert
Die Lehrzeit wurde neben Sonnenseiten auch von Herausforderungen begleitet. Einerseits waren lange Schulwege und frühes Aufstehen fordernd. Andererseits empfanden zwei die zahlreiche Arbeit im Frühling oder während der Wintersaison als herausfordernd. Bei der grossen Menge an Unterlagen galt es im Archiv den Überblick zu behalten. Auch der Lernstoff vor den Prüfungen sorgte teilweise für Anspannung. Rückblickend würden einige früher mit dem Lernen beginnen. Dennoch zeigten sich die Absolventinnen und Absolventen sehr zufrieden mit ihrer Ausbildung. Sie möchten zweifellos in ihrem Beruf bleiben und haben teilweise bereits eine Anschlussstelle gefunden. Sie schätzen die persönliche Entwicklung sehr, die ihnen die Ausbildung ermöglicht und gleichzeitig neue Möglichkeiten und berufliche Perspektiven geöffnet hat.
Die neuen Berufsleute wurden von Georg Simmen ermutigt, weiterhin neugierig zu bleiben und sich auch später auf Neues einzulassen. Mit dem Lehrende beginne nicht der Herbst des Lebens, sondern eine neue, spannende Phase: «Die Lehre ist vorbei. Euer Sommer hoffentlich noch lange nicht.» Anschliessend überreichte Georg Simmen an den glücklichen Absolventinnen und Absolventen die Fähigkeitszeugnisse und Berufsatteste.
Auszeichnung von Wirtschaft Uri für Bestnoten
Yvonne Fedier-Furger (Fachfrau Gesundheit EFZ) und Anaïs Gamma (Fachfrau Betreuung Kinder EFZ) wurden für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Beide Berufsfrauen absolvierten eine Nachholbildung und erreichten die Bestnote 6,0. Dafür wurden sie von Wirtschaft Uri, dem Dachverband der Urner Wirtschaftsverbände, mit einem Geldpreis von je 1000 Franken geehrt. Da Anaïs Gamma an der Feier verhindert war, nahm stellvertretend Dominik Kappeler den Preis entgegen. Reto Burkart, Vorstandsmitglied von Wirtschaft Uri, würdigte die Leistung der beiden Berufsfrauen, die sich trotz ihrer bisherigen beruflichen Wege nochmals einer Ausbildung stellten und diese mit Bestnote abschlossen.
Die Feiern wurden vom Duo Mam’zelle B musikalisch begleitet und umrahmt. Nach der feierlichen Übergabe der Zeugnisse klang der Anlass bei einem Apéro aus.
